Sammlung Scharf und Gerstenberg, Teilansicht Raum, Foto von Ariane Zuber

Sammlung Scharf und Gerstenberg

Was man an Ostern so macht…
Ich zum Beispiel habe mir die ganze Zeit Kultur aller Couleur gegeben 😉 ich hatte Besuch und war als Kunstflaneurin unterwegs, zum einen in der Sammlung Bröhan , um geheimnisvolle Tiere des Jugendstils zu sehen – diese Ausstellung wurde bis 30. Mai verlängert.
Jugendstil mag ich sehr gerne, auch wenn man sich im Allgemeinen durchaus einiges davon auch schon „übergesehen“ hat, aber in dieser Ausstellung wird die Symbolik der Tiere schön und anschaulich erklärt und es sind wirklich sehr besondere Stücke. Herrliche Pfauen, Fledermäuse, Krebse, Eulen und auch Spinnen auf Geschirr – als Muster oder plastisch ausgeführt – sehr elegant. Nebenbei kann man auch Bilder und Möbel aus der Zeit betrachten. Die Sammlung befindet sich in der Nähe des Schlosses Charlottenburg.

Sammlung Scharf und Gerstenberg, Teilansicht Raum, Foto von Ariane Zuber

Sammlung Scharf und Gerstenberg, Teilansicht Raum, Foto von Ariane Zuber

Zum Anderen waren wir in der Sammlung Scharf und Gerstenberg die surrealen Arbeiten sehen. Diese Sammlung wurde 2008 eröffnet und ist durchaus spannend.
Auf drei Etagen Gemälde, Skulpturen sowie Drucke und Zeichnungen, über 250 Werke aus der Geschichte der phantastischen Kunst. Hauptsächlich Surrealismus, aber auch die Kerkerbilder von Piranesi, zu dessen Zeit es keinerlei surrealistische Bewegung gab 😉

Die meisten Künstler der Surrealistengruppe sind mit wenigstens einer Arbeit in der Sammlung vertreten. Von René Magritte, Max Ernst und Hans Bellmer sogar einige, ebenso Wols und Paul Klee. Wirklich überrascht haben mich die Zeichnungen von Salvador Dalí, die Bilder kennt man ja, ich mag sie nicht so, auch wenn er unbestritten ein großartiger Maler war, aber die Zeichnungen sind spannend und die hat man auch noch nicht so oft gesehen.
Es gibt auch ein Filmprogramm, das unter anderem die klassischen surrealistischen Filme von Luis Buñuel und Salvador Dalí beinhaltet.
Die Räume der Sammlung sind ganz wunderbar, ein Teil davon ist nämlich von nahezu sakraler Architektur und das Personal ist – oder war an jenem Abend – sehr gut gelaunt, was ich auch sehr angenehm fand. Abgerundet wird die Sammlung durch einen netten kleinen Museumsshop mit den „üblichen Verdächtigen“ wie auch Magritte-Regenschirmen oder magnetischen Kussmündern 😉

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