Heidelberg, Berliner Liste und andere Abenteuer…

Huch, schon Oktober, ogottogott…

Meine Sommerpause war leider gar keine Pause, sondern ein wochenlanger Job in Heidelberg, der mich ganz schön gefordert hat – Plakate schreiben, zehn Stunden am Tag, im Stehen, bei infernalischem Lärm während mir die Lösungsmittel in die Nase stiegen…okay, war eine Erfahrung und jetzt kann ich auch noch schöner schreiben 😉

Heidelberg
Heidelberg ist ja wirklich ein zauberhaftes Städtchen, mildes Klima scheinbar, leider hat es viel geregnet, als ich dort war, aber ich war ja sowieso zum Arbeiten da. Vor Jahren  hatte ich dort schon mal Urlaub gemacht und mir das allgegenwärtige Schloß auch angesehen, diesmal nicht. Aber dafür die Stadt und ein paar Leute kennen gelernt. Ich glaube, obwohl man das ja hauptsächlich den Schwaben nachsagt, dass auch dort sehr viele äußerst sparsame Leute leben 😉 aber nette, jedenfalls die, die ich getroffen habe.

Berlin
Ich war so glücklich wieder in Berlin zu sein, das war „der Hit“ 😉
Urlaub gab’s leider keinen, war dann erstmal krank und habe dann gleich meinen Auftrag weitergemalt, die gute Audrey ist nun fast fertig, ich stell‘ sie Euch in den nächsten Tagen vor  🙂
Aber nachdem ich mich halbwegs besser fühlte, stürzte ich mich auf das nächstliegende Kunstereignis, was die „Berliner Liste“ in der Nähe des Roten Rathauses war. Eine Bekannte von mir stellte dort aus und ich war neugierig.

Berliner Liste, Sonntag kurz vor Toreschluß
Die „Berliner Liste“ als Plattform für weniger etablierte Galerien und Kunstschaffende gibt es seit 2004. Die beiden Male, die ich sie besucht habe, denke – auch aus den Gesprächen mit Teilnehmenden – die Beweggründe für eine Teilnahme sind hauptsächlich „Kontakte“.
Diesmal waren wohl mehr Künstler in Selbstrepräsentation zugegen, war mein Eindruck.
Die Vielfalt war groß, das unrenovierte Gebäude nahe der Spree hat verwinkelte Flure, die immer wieder für eine überraschende „Wende“ gut sind.
Die Qualität der ausgestellten Kunst schwankt in meinen Augen enorm, aber egal, wenn jeder teilnehmen kann, der schnell genug ist und zahlt, ist das nicht verwunderlich.
Mir hat die Atmosphäre nicht gefallen, vielleicht lag es daran, dass ich in den letzten drei Stunden der Veranstaltung auftauchte… Kann aber auch sein, dass die einst „gut gemeinte“ alternative Kunstplattform schon vom einstigen Geist im Sinne des Erfinders verlassen wurde und es deshalb so …  bemüht wirkte.

Ich bin ja für Eigeninitiative und ich weiß natürlich auch, dass man Kontkte knüpfen muß, sonst bleibt man allein in seinem Kämmerlein, aber diese Art der Präsentation und die Art, wie das Publikum da durchgelotst wurde und wie die Künstler sichtlich angestrengt zum Teil auf ihren Stühlen saßen und was auch immer abwarteten hat mir einfach ein unangenehmes Gefühl verursacht.

Hoffen wir mal, dass es für die Künstler angenehmer war, als es für mich aussah und dass es dem einen oder anderen auch wirklich was gebracht hat, außer Summe X losgeworden zu sein….

Und ich gehe jetzt wieder zu meiner Staffelei, ich bin so froh wieder hier zu sein und malen zu können 😉

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2 Gedanken zu “Heidelberg, Berliner Liste und andere Abenteuer…

  1. ….und ich bin auch froh, dass Du wieder da bist !
    Ich dachte schon, Du kommst gar nicht mehr von der Arbeit heim. Ich freue mich jetzt erst mal wieder auf Deine Berichte und vorallem auf Deine Bilder! Viel Schaffenskraft und tolle Ideen wünscht mit herzlichen Gruss Bianca

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