Gefunden worden…

Erstaunlicherweise hat mich schon wieder jemand „gefunden“ – vor langer Zeit, als ich noch mit meinen schwierigen Eltern in „Beziehungsstreß“ lebte, weil sie andauernd umzogen und mich dadurch zwangsläufig von einer Schule zur nächsten schleiften…Ich glaube, ich muß 6 – 8 verschiedene Schulen durchlaufen haben, immer neue Leute und immer war ich dann sang- und klanglos weg…Naja, das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls aus diesen Zeiten ist mir nun wieder jemand „erschienen“, das ist schon das dritte Mal in meinem Leben, dass da jemand auftaucht, der mich gesucht hat…wenn man bedenkt, wie lange das her ist…

Danke, dass Ihr Euch die Mühe gemacht habt 😉

Lang, lang ist’s her…ich weiß ja ungefähr, warum die speziellen Menschen mich gesucht haben, aber ich frage mich manchmal doch auch, ob ein gewisses Alter solche Handlungen begünstigt…also, neigt man in späteren Jahren dazu, sich nochmal bewußt mit der Vergangenheit auseinander zu setzen? Will man die Erinnerungen wieder beleben? Oder sucht man einfach nach neuen Perspektiven, neuen Sichtweisen auf vor langer Zeit Erlebtem?

Ich habe mal gelesen, dass die Vergangenheit im Gedächtnis sich ständig wandelt, weil man sich die Sachen „schönt“ oder durch emotionale Ver-und Entwicklung auch schlimmer macht, als es „wirklich“ war…Spannend, wenn man nach Jahren dann eine andere Sichtweise erfährt, oder?

Nun ja, kleiner Gedankengang am Morgen 😉 nachher ist Wochenende 😉

 

 

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Ein Gedanke zu “Gefunden worden…

  1. Vielleicht hat es auch etwas mit den Möglichkeiten des Suchens zu tun. Jemanden nur mit Hilfe von gedruckten Telefonbüchern zu finden stelle ich mir sehr zeitaufwendig vor, und wenn man dann erst noch bei jedem Treffer anrufen muß …
    Das Internet macht’s möglich. Jedenfalls bei Namen, die ein wenig ausgefallener sind als Otto Meier. Schnell auf die persönliche Homepage, falls vorhanden, und dann weiß man oft schon Bescheid.
    Aber über die Gründe fürs Suchen jenseits von „weil’s heute leichter geht als vor zwanzig Jahren!“ … wie bei Klassentreffen und Konfirmationsfeiern ergibt sich da eine Gelegenheit, bei Freunden oder Bekannten von früher die persönliche Lebenstraumbilanz zu begutachten und auch an der früheren Ausgabe seiner selbst gemessen zu werden – beziehungsweise an dem, woran sich die anderen eben zu erinnern glauben, wie man selbst so war und was man werden wollte. Das geht wenig subtil wie in einer früheren Sparkassenwerbung „Meine Frau! Mein Haus! Mein Auto!“ oder ein bißchen netter mit „Spielst du eigentlich immer noch Gitarre?“

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