Geschlossene Gesellschaft - Bild im Unikatrahmen von Ariane Zuber

Sartre – Geschlossene Gesellschaft…

Einige meiner Arbeiten beschäftigen sich mit Sartre – Geschlossene Gesellschaft. Nachdem ich Ausschnitte aus Filmen gesehen habe und auch aus Theaterstücken, habe ich festgestellt, dass mir offensichtlich einige Details wichtig sind, die anderen nicht so am Herzen liegen.Man kann ja nicht alles machen, aber das mal als Theaterstück auszustatten, würde ich ja auch spannend finden…

 

Die Handlung
Drei Menschen – zwei Frauen und ein Mann – finden sich in einem Hotelzimmer wieder, schnell stellt sich heraus, dass sie wohl verstarben. Nach einigem Rätseln kommen sie darauf, dass sie sich wohl in der Hölle befinden müssen, perfiderweise hat aber die Hölle Angestelltenmangel, weswegen man gerne Leute zusammensperrt, die sich hübsch gegenseitig quälen – das tun die protagonisten auch. Alle wollen irgendwann raus, der Einzige, bei dem sich was tut, ist der Mann -natürlich- vor dem schwingt die Tür, die die ganze Zeit verschlossen war, auf. Dahinter: Schwärze, das Nichts? Und was macht er? Er macht sie wieder zu und bleibt, wo er ist.

Tja, so sind wir Menschen oft, lieber da bleiben, wo man ist, auch wenn’s weh tut, aber das Unbekannte? Ach nee, lieber nicht…Nun, das ist eine andere Geschichte, was hat mich also zu meinen Bildern bewogen?

  • Der Dialog am Anfang mit dem „Kellner“, in dem es darum geht, dass man nach dem Tod nicht mehr schlafen muss und nicht mehr mit den Augen zwinkert, letzteres benutzt Sartre als Zeitmessung und auch als Flucht „Vorhang zu – die welt verschwindet für den Bruchteil einer Sekunde“.
  • Die Wichtigkeit des Sehens und Gesehen-werdens, was isch im Dialog der drei „Patienten“ zeigt, aber auch daran, dass sie scheinbar beobachtet werden, obwohl niemand außer ihnen im Raum zu sein scheint und der Kellner auch zig Male nicht kommt, obwhl sie den Klingelzug betätigen.

So entstand das Ziffernblatt mit dem Auge darin, statt eines Zeigers, weil wir selbst  laut Sartre, die Zeit mit unserem Wimpernschlag messen können. Auch sehen und gesehen werden spielt eine Rolle, die Angst, was passiert, wenn jemand mein Innerstes sieht…spannend, der Monsieur Sartre war sehr inspirierend – besten Dank 😉

Augenblick - Bild von Ariane Zuber

Augenblick – Bild von Ariane Zuber

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