Pigmente

Herstellung von und malen mit Ei-Tempera

Nun steht mein Malkurs in Genthin fest, am 14. Oktober von 10 – 17 Uhr kann man bei mir einen Schnupperkurs zum Thema „Malen mit Ei-Tempera machen. Das nehme ich doch mal zum Anlass, mich darüber hier mal auszulassen…ALSO:

Man nehme:

Man nehme...

Man nehme…

Ein Ei ins Schraubglas – und schütteln 😉
dann die gleiche Menge Leinöl oder Leinölfirnis hinzufügen
beide Zutaten sollten möglichst die gleiche Temperatur haben, das vereinfacht die Sache – wie bei Mayonnaise 😉
In diesem Fall war das Ei etwa daumenhoch im Glas, also auch daumenhoch Leinöl ins Glas geben – und nochmal ordentlich schütteln, so etwa 5 Minuten lang.
Die entstandene Emulsion ist bestenfalls etwas cremig und riecht für mein Empfinden ziemlich „lecker“.  Zum Malen benötigt man nun noch Farb-Pigmente und frisches Wasser.
Ei-Tempera hält etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank, danach ist sie unbrauchbar und riecht auch nicht mehr gut – also lieber nicht so viel auf einmal mischen…
Fettige Ei-Tempera mit Leinölfirnis ist gut, wenn man auf Öl malen will oder experimentieren mag, magere Ei-Tempera mit Leinöl ist gut als Untermalung.

Für experimentelle Techniken…

Pigmente…malt man großflächig auf den Untergrund, dann kann man sich austoben mit kratzen, drucken, streichen, pressen, zwei Untergründe miteinander kombinieren, ähnlich wie bei der Monotypie – und so weiter, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und da kommen spannende Bilder bei raus…

Bei ausgearbeiteten Bildern…

Emulsion Ei-Tempera…frei nach der guten alten Regel „Fett auf Mager“ malt man anfangs mit weniger Emulsion und mehr Wasser, bei ausgearbeiteten Bildern mit Untermalung verwendet man dort,  wo die Farbe deckender und heller erscheinen soll, aber weniger Malmittel und mehr Pigmente. Nach dem Trocknen folgt die erste Lasur, die mit mehr Malmittel als Wasser und wenn man eine Öl-Lasur legt, kein Wasser mehr. Schicht auf Schicht folgt farbige Lasur und auch wieder ein Weiss-Höhung, die man auf einer kleineren Fläche anlegt, so entsteht nach und nach ein Bild und das gute daran ist, dass man noch ziemlich lange Korrekturen vornehmen kann – das ist sehr praktisch und das Bild kann sich entwickeln…Diese Art der Maltechnik verleiht den Bildern eine unvergleichliche Tiefe. Rubens soll angeblich einmal bis zu 400 Schichten verwendet haben – aber Vorsicht, viele Schichten machen ein Bild dunkel, es braucht dann eine sehr gute Beleuchtung, damit es nicht „versumpft“.

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