Art-Journal und Buchstaben-Muster

Das sogenannte Art-Journal, ich würde sagen „Kreativ-Tagebuch“, hat mich schon länger interessiert, aber irgendwie kam ich seit der Haus-Sanierungs-Aktion nicht mehr so richtig dazu. Vor ein paar Jahren habe ich das allerdings regelmäßig gemacht und nun beschlossen, es wieder mit meinen mittlerweile erweiterten Collage- und Mischtechniken zu aktivieren und mir die Zeit dafür wieder zu nehmen. Ich hatte kürzlich ein sehr schönes Skizzenbuch gekauft, das ich hauptsächlich für Zentangle-Zeichnungen verwende, aber auch kleine Druck-Experimente darin gemacht habe und nun die beiden Seiten mit Buchstabenmuster zum Ausprobieren. Ich suchte nach einer Collage-Technik für ein Bildobjekt, das ich habe und habe so herumgespielt mit meinem geliebten Schachbrett-Muster und Seiten aus einem sehr alten Konversations-Lexikon und etwas Masking Tape. Und dann kamen wieder die Buchstaben, diesmal mit alter Frakturschrift, mit herzlichen Grüßen in Richtung Frau Müllerin.

Jetzt weiss ich, wie es an meinem Bild-Objekt weitergeht und hatte Spaß beim kreativen Spielen. Zum Glück ist das Skizzenbuch mit sehr festem Karton gesegnet, der hält einiges aus. Der Acryl-Lack, den ich über die Seiten gestrichen habe, fasst sich sehr gut an, gibt dem Papier ein schönes Finish und hält die Collage nochmal zusätzlich stabil.
Nun habe ich zwei kleine alte Bücher, die ich eventuell zu einem Kreativ-Tagebuch umfunktioniere, oder ich erinnere mich wieder an meine Buchhändler und -binder-Zeiten und mache mir ein ganz eigenes, ich habe so herrliches Papier aus einer italienischen Grafik-Werkstatt für den Einband und noch einiges an Aquarellkarton in meinem Papierschrank…mal sehen, was meine Zeit so hergibt, ich glaube aber, das wird erst nach dem Nikolausmarkt was.

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14 Gedanken zu “Art-Journal und Buchstaben-Muster

  1. Das ist das schöne am Skizzenbuch, dass es so spielerisch und ohne Zweck befüllt werden kann und damit so eine Leichtigkeit hat. Ich kann das Selberbinden nur empfehlen, in eigenen Büchern bin ich noch lockerer als in gekauften. Danke fürs Mustern, herzliche Grüße von Michaela

    • Stimmt wohl, ich glaube auch, dass ein selbst gebundenes Buch am tollsten wäre, mal sehen, wann ich dazu komme, vielleicht ein schönes Projekt für „zwischen den Jahren“ – viele Grüße
      Ariane

  2. Die alte Frakturschrift zu beherrchen, das würde mich freuen. Ich mag diese Schriftart sehr und in deiner Zusammenstellung (besonders auch mit den Uhren) finde ich sie sehr passend. LG Karin

    • Ja, schön ist sie, aber nicht einfach, aber mit einer Feder geht es ganz gut, wenn man sich vorstellt, das Mönche und andere Schriftkundige so oder so ähnlich von Hand ganze Bücher geschrieben und illustriert haben – der Wahnsinn…

  3. Feine Schriftmusterseiten… zurzeit spiele ich auch viel in kleinen Büchlein herum, eine Art Collagen-Tagebuch oder Tagebuch mit Collagen, jenachdem, was gerade drängender ist, schreiben oder schnippeln und kleben 😉 Liebe Grüße Ghislana

    • Ja stimmt, Ghislana (sehr schöner und ungewöhnlicher Name, nebenbei erwähnt), das macht viel Spaß, ich merke das auch gerade wieder, vorhin habe ich ein Mini-Kartenspiel gefunden und das muss ich irgendwie dringend verarbeiten, weiß nur noch nicht wie integrieren, aber für mein Filofax schon mal eine schöne Bereicherung 😉
      Liebe Grüße

  4. Liebe Ariane,
    darf ich Dir ein kreatives Buch zum Buchstabenthema empfehlen?
    SCHRIFTENWERKSTATT (Fonts und Schriften von Hand entwerfen) von Charlotte Rivers,
    erschienen im Haupt Verlag, ISBN 978-3-258-60100-7
    Du kannst es auf der Verlagswebseite http://www.haupt.ch in Augenschein nehmen.
    Buchhändlerische Grüße 😉
    Ulrike von Leselebenszeichen

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